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Prosa und Lyrik

du allein
siehst
du allein
hörst
du allein
spürst
du allein
weinst
du allein
weißt
du allein
verstehst
du allein
planst
du allein
bist
mit mir.

egal
dann geh
wann
emil
und das unbekannte
der name
für neues
regen
wirds
geben
heute
und
morgen
weg
von
den
sorgen
oder
doch
nur
stopp
wohin?
achso!
dahin
also

und auf einmal kommt ein schwall von nächstenliebe für altbekanntes, gut abgelegtes. es jauchzt ein lied in mir und ich rühre mich selbst. ein lied noch heute abend und die veränderung darf zuschaun. uns, wie wir sie erwarten, harrend, ausharrend und geduldig. sie kommt herein und entsetzt sich ob unserer müdigkeit. auf, auf, ihr kinder! jung seid ihr und gedankenvoll. nützt die zeit der blühte eurer augen. sie funkeln strahlender als wassertümpel im sonnenlicht. gut, sagt die angst in meinen hosentaschen und leert sie geschwind. was habe ich zu verlieren? und ich fülle sie an mit neuem.

rasen

2
minuten
sind
schon
wieder
vorbei
schnell!


drücken

es drückt im hals
es drückt im kopf
es pocht
und doch
passiert
nichts

Herr, nimm du meine Tränen als Pfand bis wir uns wiedersehn. Ich weiß, dass du mich kanntest bevor ich dich kannte, aber ich weiß auch, dass du in mir bist und ich dich eines Tages wie eine verloren geglaubte Hoffnung plötzlich wiedersehe, leibhaftig, ganz und der Trost in vollkommener Liebe, die in jede Pore meines Herzens ihre Kraft, ihre Stärke und ihre Behutsamkeit vergießt, sodass mein Herz fortan mit deinem liebt. Ich danke dir für die Gnade dieser Verheißung.

Der Moment steht ganz allein im Raum. Alleiner als ich, wenn ich dich frage was du hier machst. Den leeren Krug fülle ich mit Augenblicken in denen ich vergesse. Ganz klein bin ich wenn ich an meine Bemühungen denke. Verwerflich erscheinen sie mir im nachhinein. Das Wasser wird den Krug füllen. Ich verharre hastig ein paar weitere Momente. Je eiliger ich sie verbringe desto länger dauern sie an. Und doch rast die Zeit an mir vorbei wenngleich ich sie in Zeitlupe betrachte. Ich rücke ab von den traurigen Gedanken und trinke ein paar Schlücke Wasser. Es wird Zeit den Krug zu füllen um keinen Durst zu leiden. Der Regen platscht auf der Straße und ich erhebe mich langsam. Hinaus!

Wenn ich diesen Frühling sehe, weiß ich nicht wie ich danken kann. Die Schönheit wirft mich um. Ich bin froh Teil des Frühlings und in ihm sein zu können. Nach jedem Winter reinigt er unsere Seelen für neues, sei es Leid oder Glück. Verkündet wird aber erstmal die Freude, das Wachsen, das Neue, das Herrliche. Ich laufe den Hügel hinauf wie ein kleines Mädchen und bin es auch. Zwischen den Bäumen bleibe ich stehn und sehe hinab. Das Sonnenlicht bricht sich an jeder kleinen Falte eines Blattes. Ich bin erstarrt vor erfüllter Sehnsucht. Ich weiß, dass das hier vergänglich ist, aber ich spüre es auf diesem Hügel nicht. Erst oben, wenn ich mich auf die Gartenbank setze, kommt es mir wieder, diese Wahrheit, vor der ich den Hügel hinauf davonlief. Wie flüchtig dieser Moment und wie unglaublich schön. Die jungen Frühlingsknospen sind 3 Tage alt gworden. Die Zeit wo sie sich neugierig reckten ist der Zeit des Verbleibens gewichen. Sie erscheinen mir matt, nahezu bereit wieder abzufallen, zu gehen.
Es ist der 11.April dieses Jahres und ein ganzer Mai liegt noch vor uns. Wie ich mich sehne nach diesem Mai und wie froh ich bin, dass er noch vor uns liegt. Es ist, als möchte ich diesen ganzen Frühlingshauch immerzu ein- und wieder ausatmen. Keinen anderen Atem mehr nehmen, als diesen. Aber ich weiß was unter der Erde vermodert. Es sind die Reste des Winters, die toten Äste, vom vielen Schnee aufgesaugt wie fahle Knochen, die sich ein letztes Mal gegen das Leben aufbäumen. Das Vergangene findet seinen Weg unter der Erde, ich aber muss meinen hier oben finden. Wie leicht, denke ich, wenn ich ins Sonnenlicht schaue und für ein Mädchen meines Alters wohl recht sorglos dahinauf blinzle. Schenk mir bitte Mut, lieber Gott, das Alte seinen Weg gehen zu lassen und auf diesem Frühlingsboden ein neues Leben zu finden.

Ein kleines Mädchen steht vor Gott bei der Gabenausteilung. Das Mädchen vor ihr wünscht sich Schönheit und geht mit einem verzückten Gesicht, das ihr selbst vom Handspiegelchen entgegenlächelt davon. Ein weiteres Mädchen wünscht sich ein Kleid und geht mit tänzelnden Schritten und wogendem Stoffrauschen davon. Jetzt ist das Mädchen an der Reihe. Es weiß nicht, was es sich wünschen soll. Es schaut Gott mit großen Augen an. Es sagt: "Gott, ich wünsche mir..", das Mädchen strahlt und muss lächeln. Es kräuselt die Oberlippe und wird verlegen. Es muss wieder lächeln. Schließlich sagt es rasch: "Gott, ich wünsche mir, dass du immer bei mir bist, damit ich das Strahlen und Lächeln nie verliere."

Ärmchen
Beinchen
Näschen
friert.
Bis du
da bist,
hast
kapiert?

Komm ganz nah heran
Sei an mir dran
Lies mich und versteh
Dass ich nimmer von
Dir geh.


Drei mal Zwei.
Zwei mal Drei.
Und
das
Ge
dicht
ist
schon
vor
bei.

Fian Felix

Zwa klane Seelen tonzn
Auf da Wäscheleine
Die ane is deine,
Die ondare is meine.
Wir homma Spaß am Lebn
Und wennma hängen
Bleibma klebn
I find du bist a echt a liaba Bua
Tuast losn und host Geduld genua.
So moch ma weita auf da Lein’
Untn oda obn
Wies kumt, sulls sein.

 

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